Donnerstag, 22. Juli 2010

Wale in der Wüste

Mitten in der ägyptischen Wüste, im Wadi el Hitan, liegt das Tal der Wale.
Dort liegen  Skelette von Urzeitwalen, teilweise bis zu 20 m lang. Sie sind etwa 40 Mio Jahre alt, haben scharfe Zähne und (schon zurückgebildete) Gliedmassen.

Seinerzeit war die Wüste da noch der Grund des Mittelmeers:)

Wiki-Link 

Liebe Grüsse, Inka

Montag, 19. Juli 2010

Ein paar Infos zu Marsa Alam

In der Region Marsa Alam tobt ja nun nicht gerade der Bär, es ist eine beschauliche Ecke zum Relaxen und Seele-baumeln-lassen :)
Trotzalledem will man vielleicht dann und wann mal was unternehmen, die Orte bieten da allerdings nicht viel.
Marsa Alam und El Quseir sind nichtssagend und langweilig, eine Fahrt nach Port Ghalib lohnt sich aber schon.
Port Ghalib ist eine völlig neu aus dem Boden gestampfte Stadt mit Hotels an Lagunen, guten Restaurants und einer schönen Einkaufsmeile.
Es gibt auch einen Privatflughafen mit dem sinnigen Namen Sahara :)

Erfahrene Taucher haben natürlich den kürzesten Weg zum Elphinstone Reef, einem der schönsten und bekanntesten Tauchspots.
Das Schnorcheln ist dort seit 2009 verboten, da es dort mit Schnorchlern zu einem tötlichen Hai-Unfall kam.

Schnorchlern empfehle ich eine Tagestour zum Dolphinhouse (Shaab Samadai), wird eigentlich von allen Hotels aus angeboten. Wunderbare Riffe, die man beschnorcheln kann, und mit etwas Glück trifft man auf eine Schule von Spinner-Delfinen, die dort zuhause sind. Die wissen mittlerweile genau, was es heisst, wenn die Boote kommen, nämlich *Menschen-gucken* :) Wenn sie in Hörweite sind, werden sie bestimmt kommen und dort ihre Runden ziehen. Ich bin mitten unter ihnen geschwommen, leider waren sie wesentlich schneller als ich und haben mich immer wieder weit hinter sich gelassen, haha :)
Der Aufenthalt auf den Safaribooten ist auch sehr angenehm, es ist sauber, es gibt leckeres Essen sowie alkoholfreie Getränke und die Aussicht ist einfach wunderschön.

Nachtschwärmer können sich im Astronomie-Center Sterne ansehen und erklären lassen.
Irgendwo gibt es diese Infos auch auf Deutsch, da müsst ihr mal Google bemühen ;)
Die Events werden jedenfalls auch in Deutsch angeboten,soist die Verständigung kein Problem.

Desweiteren werden über die Hotels auch Trips zu einem Wadi angeboten, mitten hinein ins Leben der Beduinen, leben, essen, trinken und feiern mit ihnen.

Viel mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein. Klar, man kann überall reiten oder quadfahren in der Wüste, aber das ist keine Extra-Empfehlung wert :)

In der Bucht Abu Dabab lebt eine Seekuh (Dugong), die man beschnorcheln und betauchen kann, sie ist aber nicht immer zuhause.
Die Riffe im Gebiet Marsa Alam, auch die Hausriffe, sind übrigens mit die schönsten im Roten Meer.

Ich wünsche allen, die ihren Urlaub in Marsa Alam verbringen, eine schöne Zeit! :)



Liebe Grüsse, Inka

Donnerstag, 8. Juli 2010

Essen, Trinken und des Pharaos Rache

Das Essen in Ägypten ist schmackhaft und vielfältig. Auch, wenn die Ägypter eine Mahleit ohne Fleisch nicht als vollwertig erachten, gibt es reichlich leckere Gemüsegerichte, sodass auch Vegetarier satt werden.In Hotels ab 4 Sterne kann man eigentlich alles problemlos essen, auch Obst und Salate, wobei man das Obst allerdings schälen sollte.
Das Leitungsasser ist KEIN Trinkwasser, aber zum Zähneputzen durchaus geeignet, fragt im Hotel danach.
Ich persönlich hatte auch noch nie Probleme mit den Trinkwasser-Zapfanlagen, über die man ja auch manchmal grausige Dinge wegen Verkeimung hört.

 
Woher kommen nun die Durchfallerkrankeungen, die Touristen so oft befallen?

Manchmal liegt es wirklich am Essen, da ist  niemand vor gefeit, es passiert schonmal dass z.B.Fleisch nicht richtig durchgegart ist.
In Ägypten leben Bakterienkulturen, die uns Europäern fremd sind und auf die unser Verdauungstrakt zunächst empfindlich reagiert. Sollte da was passieren, lasst euch ägyptische Präparate wie Antinal vom Apotheker geben, das wirkt definitiv besser als deutsche Produkte, da letztere nicht auf die ägyptischen Bakterienstämme ausgelegt sind.
Oftmals resultieren solche Probleme allerdings aus zu kalten Getränken, auf die der Körper bei Extremhitze empfindlich reagiert.
Bakterielle Infektionen holt man sich  gern  mal beim Verschlucken von Meerwasser, ich nenne es *Fischpipi*, denn die vielen Fische verstoffwechseln natürlich auch alles, was dann frei im Wasser *schwimmt*.
Weiterhin sind natürlich Gegenstände, die durch viele Hände gehen, mit allen möglichen für unseren Körper fremden Keimen behaftet, ich denke da z.B.an Geldscheine.
Ein bisschen Vorsicht mit solchen Dingen und öfter mal Händewaschen, bevor man etwas mit den Fingern isst, sollte Das Übel fernhalten :)

Liebe Grüsse, Inka

Dienstag, 22. Juni 2010

Öl im Roten Meer

Oje.....jetzt hat es auch Ägypten und das Rote Meer erwischt.
Eine Bohrinsel ist leckgeschlagen, ein Ölteppich unterwegs und die Strände zwischen Hurghada und El Gouna sind verschmutzt.
Da sind schon viele Helfer unterwegs und säubern alles, aber auf unbewohnten Inseln verschlammen die Vögel...

Ich hoffe für das Leben im Roten Meer, dass  die Sache glimpflich ausgeht, aber jeder tote Vogel, jeder tote Fisch und jede tote Koralle sind zuviel.

Link 

Liebe Grüsse, Inka

Donnerstag, 17. Juni 2010

Das Rote Meer

Das Rote Meer weist einige Besonderheiten auf:
Abgesehen von ein paar Wadis wird es von keinerlei Flüssen gespeist, der Wasserzufluss bzw. Austausch erfolgt nur über die Enge zum Indischen Ozean und seit relativ kurzer Zeit geringfügig über den Suezkanal. Somit fliesst eigentlich nur Salzwasser zu, was dazu führt, dass der Salzgehalt dank der grossen Verdunstung immer höher wird. Derzeit liegt er bei etwa 4,2%, andere Meere weisen einen Salzgehalt von etwa 3,0 - 3,5% auf.
Im Wasser des Roten Meeres befinden sich aufgrund dessen nur wenige Nährstoffe, was Plankton und Algenwachstum kurz hält, zur Freude aller Taucher und Schnorchler, denn die Sicht unter Wasser ist normalerweise fantastisch.
Von oben wird das Meer durch die Sonne erwärmt, von unten durch flüssiges Gestein, welches unter dem Meeresboden fliesst. In einer Tiefe von 2000 Metern wurden stellenweise bis zu 60 Grad Celsius gemessen.
Dazu produzieren die vielen Riffe natürlich auch noch Wärme.
Es ist völlig ungewöhnlich und ist mir zuvor nie passiert, dass es weit draussen im Meer wärmer ist als am Strand.und ich locker ohne drohende Herzattacke einfach so trocken vom Boot ins Wasser springen kann :)

Bei 2000 km Korallenriffen sind die Artenvielfalten von Fischen und Korallen gross, eine Auswahl findet man hier:
Fische im Roten Meer bei Google.


Foto:  Copyright Ulrich Moesslang

Ich selbst habe mein Herz an die Schildkröten verloren, es ist einfach gigantisch, mit diesen sanften ruhigen Wesen zu schwimmen. Sie haben so einen wundervollen uralten, weisen Blick...

Das Rote Meer unterliegt seit Jahrmillionen stetigen Wandlungen, mal war es ausgetrocknet, mal vom Indischen Ozean getrennt, mal mit dem Mittelmeer verbunden....Wer genaueres wissen will, sollte bei Wikipedia nachlesen.

Tourismus.....Tja, der mittlerweile aufgekommene Massentourismus macht dem Roten Meer leider schwer zu schaffen. Da fliessen Abwässer ungefiltert hinein, unwissende Touristen füttern Fische, trampeln auf den Riffen rum und von den Booten werden biologische Abfälle und Plastik mal eben entsorgt.
Das Umdenken findet aber schon statt, es wird vermehrt Öko-Tourismus angeboten und die Tauch- und Schnorchelausflüge zu den bekannten und beliebten Riffen werden strenger kontrolliert, jedenfalls auf ägyptischer Seite.


Wer sich für Öko-Tourismus in Ägypten interessiert, sollte sich folgende Seite anschauen:
Sinaistars

Hoffen wir, dass dem Korallensterben Einhalt geboten werden kann. Manches ist schon unwiederbringlich verloren und zerstört.


Foto: Copyright  I. Dieckneite






Afrika - Wiege der Menschheit

Man kann wohl davon ausgehen, dass sich in Afrika nicht nur der moderne Mensch Homo sapiens, sondern auch schon dessen Vorgänger Homo erectus entwickelt hat. Viele Ausgrabungen und Funde belegen dies, ausserdem sind in Afrika, und nur dort, nach wie vor unsere nächsten Verwandten, die Gorillas und Schimpansen, beheimatet.


So ist es nicht verwunderlich, dass es auch dort die ersten kulturellen Hihglights gegeben hat wie die Hochkultur der alten Ägypter.

Die heute dort lebenden Araber haben nichts mit dieser Kultur zu tun, es gibt aber noch Nubier, die vielleicht noch einen Tropfen Blut der alten nubischen Könige in sich tragen.
Möglicherweise gibt es unter den Kopten tatsächliche Nachfahren der alten Ägypter, die (liturgische) koptische Sprache lässt noch erkennen, dass sie der alten ägyptischen Sprache entstammt.


Wahrzeichen von Ägypten sind natürlich die drei Pyramiden von Gizeh mit dem bewachenden Sphinx, als letzes bestehendes Weltwunder der Antike.
Um diese Bauwerke ranken sich die tollsten Geschichten und Gerüchte, die leider derzeit mit wissenschaftlichen Methoden weder beweisbar noch widerlegbar sind.


Beweise werden geführt und widerlegt, alle paar Jahre gibt es neue Erkenntnisse, aber den Raum unter dem Sphinx hat noch niemand gefunden :) -- So ein Fund würde vermutlich jedoch kaum an die Öffentlichkeit gelangen, genausowenig wie die Ufo-Akten bisher ;)